+++   15.12. 16-20 Uhr Punsch-Lesung   +++   21.12. Winternacht des Schreibens   +++   19.12. der Textabend   +++   dienstags von 10-13 Uhr und donnerstags von 19-22 Uhr der Schreibabend   +++   2 h den Schreibraum kostenlos ausprobieren   +++   neue Roman-Gruppen ab Januar 2019   +++

Seminare

Zur Auffrischung und für neuen Input, zur Orientierung und Horizonterweiterung finden im Schriftstellerhaus regelmäßig Seminare statt. Hier geht es direkt zu den aktuellen Terminen.

Auch bei den Seminaren liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung des persönlichen künstlerischen Ausdrucks. Speziell dafür konzipierte Seminare dienen der Entdeckung des persönlichen Potenzials, dessen Umsetzung in literarische Form und der Entwicklung des persönlichen Ausdrucks.
Wie die Umsetzung in literarische Form gelingen kann, ist Thema der Seminare zum literarischen Handwerk. Handwerk ist unverzichtbar für die Übertragung des künstlerischen Wollens und dient der Verfeinerung der Ausdrucksmöglichkeiten.
In allen Kursen und Seminaren wird die Textproduktion von der Textkritik strikt getrennt. Es sind zwei verschiedene Arbeitsgänge, die auch ganz verschiedene Seiten im Schreibenden wachrufen.

Die Seminare finden ein- bis zweimal im Monat, in der Regel samstags von 10 – 17 Uhr statt.

Der Preis für ein Seminar beträgt je nach Selbsteinschätzung 50, 70 oder 90 Euro. Der mittlere Preis ist kostendeckend; diejenigen, die den höheren Preis bezahlen, handeln somit gemeinnützig zum Wohle derer, die weniger aufbringen können.
Der Preis für die literarische Aufstellung mit max. 3 Aufstellungen pro Termin beträgt 70, 90 oder 110 Euro.
Als Stellvertreter*in kostet es 5 bzw. 10 Euro.

Das offene Prinzip des Schriftstellerhauses ermöglicht eine kurzfristige Planung. Ein Seminar findet ab 3 Teilnehmer*innen statt. Die Termine und aktuellen Themen der Seminare finden sich hier und oben im Ticker.


Die nächsten Termine:
Anmeldung unter post@das-schriftstellerhaus.de

  • 21.12.2018: Winternacht des Schreibens – von 19 bis 2 Uhr
    Nach der intensiven Sommernacht des Schreibens werden wir auch die längste Nacht des Jahres zum Anlass nehmen, neue Wege im eigenen Schreiben zu finden. Um die Intensität zu erhöhen, werden wir nicht nur schreiben, sondern auch schweigen. Nur das Vorlesen der entstandenen Texte unterbricht die gleichförmigen Geräusche kratzender Stifte und rauschender Heizungen. Der Abend ist klar strukturiert und die Dramaturgie der einzelnen Schreibsequenzen trägt zusätzlich dazu bei, dass ihr euch ganz ins Schreiben fallen lassen und „den Kopf ausschalten“ könnt  – und dass ganz besondere Texte entstehen, die ihr so sonst nicht schreiben würdet.

Vergangene Seminare:

1.12.2018: Literarische Aufstellung
Im September haben wir sie ausprobiert und waren beeindruckt, wie tief diese literarischen Aufstellungen gegangen sind; ein wirklich wirksames Instrument, um sich über Handlungsabläufe, Charaktere und deren Beziehungen, Konflikte und Antriebe klar zu werden.
Am 1.12. gibt es die nächste Gelegenheit, eure Geschichte, einen Charakter oder ein anderes Problem in Zusammenhang mit dem Schreiben auf eine neue Art zu betrachten und neue Wege zur Lösung zu finden.
Vorkenntnisse in der Strukturaufstellung sind nicht notwendig, Neugierde und Entdeckerfreude schon.
Damit wir für jedes Thema genügend Zeit haben, werden max. 3 Aufstellungen durchgeführt. Aber auch ohne eigenes Thema sind literarische Aufstellungen sehr inspirierend für die eigene Arbeit. Stellvertreter*innen sind deshalb herzlich willkommen. Als Stellvertreter*in seid ihr mittendrin im Energiefeld; auch könnt ihr so die Methode erst einmal kennenlernen.

Für mich war es überraschend, wie gut die Methode der systemischen Aufstellung auch mit literarischen Texten und Figuren funktioniert. Ich fand es faszinierend, selbst in diverse Stellvertreterrollen zu schlüpfen, ohne allzu viel über die Geschichte oder die Figuren zu wissen und zu erleben, wie meine Impulse, Gefühle und Körperwahrnehmung sich schlagartig verändern.

Die Aufstellung meiner Kurzgeschichte hat mir neue Aspekte in der Dynamik meiner Figuren gezeigt, die ihrer Interaktion eine größere emotionale Tiefe verleihen. Das hat mich bewogen, das Ende der Geschichte zu überdenken und zu verändern. (Gabriele Stehle)

17.11.2018: Schreib das Exposé
Wer sich bei einer Agentur, einem Verlag oder für ein Stipendium bewerben will, braucht es. Auch ist es hilfreich, um sich selber einen Überblick über seinen Roman zu machen.
Am 17.11. arbeiten wir ganz konkret an euren Exposés, feilen an Inhalt und Form und sind in ständigem Austausch. Voraussetzung ist, zumindest einen Erstentwurf für ein Exposé zu haben.

3.11.2018: Schreiben und schweigen – vom Abend in die Nacht hinein von 19 bis 2 Uhr
Allerheiligen, Allerseelen, das Gedenken an die Verstorbenen. Anfang November, die Zeit des Rückzugs. Wir tauchen ein in die Stille des Abends, inspiriert von Musik und kurzen literarischen Texten wachen wir schreibend und schweigend durch die Nacht. Nur das Vorlesen der entstandenen Texte unterbricht die gleichförmigen Geräusche kratzender Stifte und gurgelnder Heizungen.

27.10.2018: von oben oder von unten, von innen oder von außen – von der Vielfalt der Erzählperspektive von 10 bis 17 Uhr
Sie ist vielfältig, wegweisend und schafft gerne Verwirrung: die Erzählperspektive. An diesem Tag nehmen wir uns Zeit, die verschiedenen Möglichkeiten der Perspektivenwahl und deren Vor- und Nachteile kennenzulernen und sie in unseren Geschichten auszuprobieren.

3.10.2018: die Gesellschaft, die Literatur und das Leben von 10 bis 17 Uhr
Literatur verortet sich auch immer im Hier und Jetzt, ist ein Abbild ihrer Zeit, ob direkt oder indirekt. Oder wie es Rosa Luxemburg sagt: Unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu merken.
Wir nehmen den Tag der deutschen Einheit zum Anlass, zu untersuchen, welche Themen der Gegenwart uns unter den Nägeln brennen und wie wir diese in unseren Geschichten verarbeiten können.

1.9.2018: literarische Strukturaufstellung von 10 bis max. 17 Uhr
Die systemische Strukturaufstellung ist ein mächtiges Instrument, das auch literarischen Projekten neuen Schwung geben kann.
Wir probieren aus, wie die Methode uns Autor*innen helfen kann – sowohl für die Entwicklung der Geschichte und der Charaktere als auch bei Problemen in der schriftstellerischen Arbeit. Bringt eine Geschichte, einen Charakter, ein Problem mit, das ihr auf eine neue Art betrachten und neue Wege zur Lösung finden wollt. Vorkenntnisse in der Strukturaufstellung sind nicht notwendig, Neugierde und Entdeckerfreude schon.
Dieser Termin ist zum spielerischen Ausprobieren gedacht, deshalb wird nur ein Unkostenbeitrag von 20 Euro erhoben.
einen weiteren Termin gibt es am 22.09.2018

Die Sommernacht des Schreibens – von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
Eine Nacht lang durchschreiben, um Neues zu entdecken, die Kürze und Helligkeit der Mittsommernacht schreibend erleben, den Sonnenuntergang auf sich wirken lassen, sich von der besonderen Atmosphäre dieser Nacht leiten und in die Tiefe hinab fallen lassen, in der Dämmerung wieder aufsteigen, den Sonnenaufgang betrachten und Ungewöhnliches gefunden haben: Die Sommernacht des Schreibens findet am 22./23.6.2018 von 21-7 Uhr statt.